Steeldarts und Softdarts unterscheiden sich vor allem durch Spitze,
Dartboard, Gewicht, Wurfdistanz und Spielgefühl – sie sind praktisch zwei verwandte,
aber getrennte Systeme.
Welches System besser zu dir passt, hängt vor allem davon ab, wo du spielen möchtest,
wer mitspielt und welche Art von Darts du bevorzugst.
Steeldarts und Softdarts im Vergleich
Steeldarts
Steeldarts haben eine Metallspitze und werden auf klassischen Sisal- bzw.
Bristle-Dartboards gespielt. Sie sind der klassische Standard im
Wettkampfbereich und benötigen keinen Strom.
Softdarts
Softdarts haben eine Kunststoffspitze und werden auf elektronischen
Dartboards gespielt. Die automatische Punktezählung und die große Auswahl
an Spielvarianten machen sie besonders komfortabel für Freizeit und
gesellige Runden.
Dartboard
Steeldarts
Klassische Sisal- bzw. Bristle-Boards bestehen aus gepressten Sisalfasern.
Die Fasern schließen sich nach dem Herausziehen der Pfeile weitgehend selbst.
Hochwertige Modelle wie die Winmau Blade-Serie sind langlebig und für
anspruchsvolles Training geeignet.
Ein klassisches Dartboard benötigt keinen Strom.
Softdarts
Elektronische Dartboards bestehen aus einer Kunststoff-Spielfläche mit
vielen kleinen Löchern. Die Sensoren erkennen, in welchem Segment der
Dart getroffen hat, und übernehmen die Punktezählung.
Elektronische Boards benötigen Strom oder Batterien und verfügen häufig
über ein Display sowie verschiedene Spielprogramme.
Dartspitze: Tip oder Point?
Steeldart-Point
Steeldarts besitzen eine Metallspitze. Je nach Dart können die Points
fest verbaut oder austauschbar sein. Sie sind für Sisal-Dartboards
ausgelegt und stecken sicher in der Oberfläche.
Softdart-Tip
Softdarts verwenden austauschbare Kunststoffspitzen. Ein weit verbreitetes
Gewinde ist 2BA. Soft Tips können bei häufigem Spielen oder ungünstigen
Treffern brechen, lassen sich aber einfach und günstig ersetzen.
Wichtig:
Einige Dartsets können mit unterschiedlichen Spitzen verwendet werden.
Beim Wechsel zwischen Soft- und Steeldart verändert sich jedoch das Gewicht,
die Balance und damit auch das Wurfgefühl.
Welches Gewicht haben Steeldarts und Softdarts?
Steeldarts
Steeldarts werden häufig im Bereich von etwa 21–26 g gespielt. Je nach
Regelwerk und Dart können auch höhere Gewichte vorkommen.
Schwerere Darts können ein ruhigeres und stabileres Fluggefühl vermitteln.
Welches Gewicht am besten passt, hängt jedoch stark vom persönlichen
Wurfstil ab.
Softdarts
Softdarts liegen häufig im Bereich von etwa 16–20 g. Das geringere Gewicht
ist unter anderem auf die Anforderungen elektronischer Dartboards und deren
Mechanik zurückzuführen.
Je nach Dartboard und Regelwerk können unterschiedliche Gewichtsgrenzen gelten.
Spielweise und Regeln
-
Wurfdistanz:
Beim klassischen Steeldart beträgt die Abwurfdistanz 2,37 m. Beim Softdart
sind je nach Regelwerk und Spielsystem häufig 2,44 m üblich.
-
Bullseye:
Beim Steeldart wird häufig zwischen Outer Bull und Inner Bull unterschieden.
Bei vielen Softdart-Systemen wird dagegen mit einem sogenannten Fat Bull gespielt,
bei dem der gesamte Bull-Bereich 50 Punkte zählt.
-
Punktezählung:
Beim Steeldart wird klassisch manuell gezählt. Elektronische Softdartboards
übernehmen die Punktezählung automatisch.
-
Spielvarianten:
Beide Systeme bieten klassische Spiele wie 501. Elektronische Boards bieten
darüber hinaus häufig zahlreiche zusätzliche Spielmodi.
Beim Aufbau beachten:
Die genauen Maße und Regeln können je nach Verband, Spielsystem und Dartboard
abweichen. Für Wettkämpfe solltest du immer die Vorgaben des jeweiligen
Regelwerks beachten.
Elektronische oder klassische Boards?
Klassische Sisal-Boards bieten das traditionelle Dartgefühl und benötigen keinen
Strom. Hochwertige Boards sind langlebig und eignen sich besonders für Spieler,
die klassisches Steeldart trainieren möchten.
Elektronische Boards bieten dagegen Komfort durch automatische Punktezählung
und zahlreiche Spielvarianten. Sie benötigen Strom und sind durch Aufprallgeräusche
und elektronische Signaltöne häufig lauter als ein klassisches Sisalboard.
Typische Einsatzbereiche
Steeldarts
- Klassisches Dartspiel zu Hause
- Vereine und Ligabetrieb
- Turniere und Wettkämpfe
- Ambitioniertes Training
- Spieler, die das traditionelle Dartgefühl bevorzugen
Softdarts
- Familien und gesellige Runden
- Partys und Freizeit
- Elektronische Dartautomaten
- Spieler, die automatische Punktezählung bevorzugen
- Situationen, in denen Kunststoffspitzen praktisch sind
Vor- und Nachteile
Steeldarts
Vorteile:
- Klassisches Dartgefühl
- Präzises und direktes Spielgefühl
- Kein Strom erforderlich
- Hochwertige Sisalboards sind langlebig
- Standard im klassischen Steeldart-Wettkampf
Nachteile:
- Scharfe Metallspitzen
- Manuelle Punktezählung
- Fehlwürfe können Wand oder Boden beschädigen
- Etwas höherer Aufwand beim Aufbau und Training
Softdarts
Vorteile:
- Kunststoffspitzen
- Automatische Punktezählung
- Viele integrierte Spielvarianten
- Einfacher Zugang für Freizeitspieler
- Praktisch für Familien und gesellige Runden
Nachteile:
- Soft Tips können häufiger brechen
- Elektronisches Board benötigt Strom
- Elektronische Boards können lauter sein
- Gewicht und Darttyp sind durch das Board begrenzt
Welches System für wen?
-
Softdarts:
Interessant für Familien, Gelegenheitsspieler und alle, die automatische
Punktezählung und viele integrierte Spielvarianten bevorzugen.
-
Steeldarts:
Interessant für Spieler, die klassisches Dart spielen, trainieren oder
am Vereins- und Turnierbetrieb teilnehmen möchten.
-
Beides:
Viele Spieler nutzen beide Systeme und passen ihr Setup an den jeweiligen
Einsatzort und das Dartboard an.
Kompatibilität von Barrels, Shafts und Flights
Barrels, Shafts und Flights sind bei Steeldarts und Softdarts weitgehend ähnlich
aufgebaut und können je nach Gewinde und Ausführung miteinander kombiniert werden.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Spitze.
Umrüstspitzen ermöglichen bei manchen Darts den Wechsel zwischen Soft- und Steeldart.
Dadurch verändern sich jedoch Gewicht, Balance und Wurfgefühl.
Achtung:
Niemals Stahlspitzen auf ein elektronisches Softdartboard werfen.
Die Metallspitzen können die Spielfläche und die Elektronik beschädigen.
Softdart-Spitzen sind dagegen nicht für ein klassisches Sisalboard ausgelegt,
da sie dort nicht zuverlässig halten.
Steeldarts oder Softdarts – was passt zu dir?
Steeldart steht für klassisches Dartspiel, ein direktes Spielgefühl
und den Einsatz auf Sisalboards. Es ist die richtige Wahl, wenn du das traditionelle
Dartspiel kennenlernen, regelmäßig trainieren oder dich am klassischen Wettkampfsystem
orientieren möchtest.
Softdart bietet dagegen Komfort durch automatische Punktezählung,
viele Spielvarianten und Kunststoffspitzen. Das kann besonders für Familien,
Gelegenheits- und Freizeitspieler interessant sein.
Die Wahl hängt deshalb vor allem vom Einsatzort, den Mitspielern und deinen
persönlichen Vorlieben ab. Viele Spieler besitzen langfristig beide Systeme.
Steeldart oder Softdart? Entscheidend ist, welches System zu deinem Spiel,
deinem Dartboard und deinem persönlichen Einsatzbereich passt.